Seit 1871
Steht Zimmerli of Switzerland für feine Unterwäsche aus edlen Naturfasern. Dieser Anspruch passt zu ITTNER, denn auch wir arbeiten seit 1872 mit Marken, die Qualität nicht nur versprechen, sondern belegen. Uns ist wichtig, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die verantwortungsvoll produzieren, kurze und nachvollziehbare Wege pflegen und ihre Prozesse transparent machen. Zimmerli entwirft und veredelt in der Schweiz und arbeitet für ergänzende Konfektion mit langjährigen, zertifizierten Partnern in Europa. Diese Nähe hat praktische Gründe: kurze Wege, klare Absprachen, direkte Qualitätskontrolle. Sie erleichtert auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die nach anerkannten Standards wie OEKO‑TEX oder bluesign arbeiten.
die Grundlage jeder Qualität
Am Anfang steht das Garn. Zimmerli arbeitet mit Naturfasern, die eine klare Aufgabe erfüllen. Sea Island Baumwolle stammt aus streng begrenztem Anbau und wird von Hand geerntet. Die außergewöhnliche Faserlänge ermöglicht sehr feine, dennoch belastbare Garne. Für Seide verwendet Zimmerli Qualitäten mit hohem Momme‑Wert, die eine angenehme Schwere und einen stabilen Fall bringen. Merino kommt dort zum Einsatz, wo natürliche Klimaregulierung gefragt ist. Zellulosefasern wie Modal oder Lyocell ergänzen die Palette, wenn weicher Fall, Atmungsaktivität und ein moderner Materialkreislauf im Vordergrund stehen. Jede Faser wird auf Feuchtigkeitstransport, Rücksprungverhalten und Haptik geprüft, bevor sie in die Produktion geht.
Sea Island eignet sich für Linien, in denen Glätte, Weichheit und robuste Feinheit zusammenkommen sollen. Seide wird dort eingesetzt, wo Temperaturausgleich und ein edler Fall wichtig sind, etwa bei Pyjamas und Morgenmänteln. Merino spielt seine Stärken aus, wenn natürliche Wärmeregulierung und Geruchsneutralität gewünscht werden. Modal und Lyocell punkten mit weichem Griff, Feuchtigkeitsmanagement und einem Produktionsprozess, der Ressourcen schont. Entscheidend ist die Zuordnung: Nicht jede Faser ist überall sinnvoll, Zimmerli ordnet Funktionen zu Qualitäten und Qualitäten zu Schnitten.
Zuschneiden und Konfektion: wo die Form entsteht
Nach der Stoffprüfung folgt der Zuschnitt. Markierungen werden so gelegt, dass die Maschenrichtung optimal verläuft, kritische Zonen wie Schulter, Träger und Saum erhalten verstärkte Bereiche oder werden doppelt gearbeitet. Beim Konfektionieren achtet Zimmerli auf flache, saubere Nähte. Ziernähte stehen nie im Vordergrund, wichtiger ist die innere Ruhe eines Teils: keine harten Kanten, keine störenden Verdickungen, keine überflüssigen Nähte, die scheuern könnten. An entscheidenden Punkten bleibt die Arbeit in der Hand erfahrener Näherinnen und Näher. Säume werden gleichmäßig geführt, Einfassungen liegen glatt, Knöpfe und Etiketten werden so positioniert, dass sie im Tragen nicht stören.
Spinnen, Stricken, Veredeln: Präzision in jeder Dichte
Aus der Faser wird das Garn, aus dem Garn entsteht der Stoff. Zimmerli nutzt dafür je nach Linie unterschiedliche Strickbilder. Feine Interlock‑ und Single‑Jersey‑Qualitäten ergeben glatte, elastische Oberflächen für Unterhemden und Slips. Rippstrukturen wie bei Richelieu entstehen in speziellen Verfahren, die Elastizität aus der Konstruktion, nicht aus Kunstfasern, holen. Baumwollgarne werden häufig mercerisiert, damit die Oberfläche glatter wird, Farben besser anhaften und der Stoff zugleich formstabil bleibt. Veredlungen wie Sanforisieren reduzieren Schrumpfneigung, Wasch‑ und Färbeprozesse werden so gefahren, dass Griff, Farbe und Maßhaltigkeit zusammenpassen.
Richelieu und andere Besonderheiten
Richelieu ist eine Stricktechnik, die in den 1930er Jahren Bedeutung erlangte und bei Zimmerli bis heute gepflegt wird. Feine Längsrippen geben Elastizität, ohne Elastan zu benötigen. Diese Konstruktion hält den Stoff stabil, schmiegt sich dennoch an und behält im Zeitverlauf seine Form. Für Unterhemden und Slips ist das besonders relevant, weil sich Elastizität aus dem Material oft anders verhält als Elastizität aus der Struktur. Richelieu steht damit exemplarisch für den Ansatz, Komfort über Konstruktion und Verarbeitung zu schaffen.
Handarbeit an kritischen Stellen
Handwerk bedeutet hier geübtes Auge und ruhige Hände. Bandverläufe werden kontrolliert, Halsausschnitte und Armausschnitte auf Symmetrie geprüft, Maßtoleranzen mit Schablonen gegengecheckt. Bei Teilen, die unter dem Hemd unsichtbar bleiben sollen, zählt jeder Millimeter: Bündchen dürfen nicht drücken, Unterkanten nicht rollen. Wo maschinelle Präzision endet, korrigieren Menschen. Diese kleinen Eingriffe sichern, dass ein Teil nicht nur am ersten Tag überzeugt, sondern seine Form über viele Wäschen hält.
Die Menschen hinter der Fertigung
In Werkstätten und Partnerbetrieben arbeiten Teams, die vielfach seit Jahrzehnten im Textilhandwerk zu Hause sind. Berufsbilder wie Zuschneiderin, Mechaniker für Strickmaschinen oder Qualitätsprüferin sind hier keine Randbemerkungen, sondern zentrale Rollen. Diese Menschen entscheiden täglich darüber, ob ein Teil in die nächste Stufe geht oder zurück auf die Werkbank. Ihre Erfahrung ist der Grund, warum Zimmerli an einigen Verfahren festhält, obwohl sie langsamer sind. Zeit ist ein Produktionsfaktor, der Qualität messbar beeinflusst.
Unterwäsche soll nicht ablenken, sondern begleiten. Wenn ein Stoff auf der Haut ruhig bleibt, wenn eine Naht sich nicht bemerkbar macht, wenn ein Teil nach vielen Wäschen seine Form hält, dann ist das Ergebnis vieler Entscheidungen, die in der Produktion getroffen wurden. Wer sich für Zimmerli entscheidet, investiert nicht nur in ein Label, sondern in Material, Fertigung und die Sorgfalt von Menschen, die ihren Beruf gut verstehen.
Qualitätsprüfung: testen, bevor getragen wird
Vor der Freigabe durchlaufen Stoffe und fertige Teile definierte Prüfungen. Dazu gehören Waschteststrecken mit wiederholten Zyklen, bei denen Formstabilität, Pilling und Farbechtheit bewertet werden. Technische Tests messen Zug‑ und Weiterreißfestigkeit, Nahtschlupf und Reibechtheit. Anprobemuster wandern durch interne Tragetests; dort zeigt sich, ob eine Naht an der falschen Stelle liegt, ein Armausschnitt nacharbeitet oder ein Bündchen nach Stunden Druck erzeugt. Erst wenn diese Schleifen bestanden sind, geht ein Artikel in Serie.
Warum Zimmerli zu ITTNER passt
Bei ITTNER suchen wir Marken, die Ruhe und Beständigkeit in den Vordergrund stellen. Zimmerli bringt genau diese Eigenschaften mit: handwerkliche Sorgfalt, durchdachte Materialwahl und eine Produktionsnähe, die Qualität ermöglicht. Für alle, die lieber in wenige, sehr gute Stücke investieren, ist Zimmerli eine natürliche Wahl. Die Kollektionen fügen sich in eine Garderobe, die auf Zeit gebaut ist, nicht auf schnelle Zyklen. Die Ergänzung im Sortiment ist deshalb logisch: Zimmerli bringt eine zusätzliche Tiefe in das Thema Wäsche, eine Variante für jene, die weniger oft, dafür besser einkaufen möchten. Für Kundinnen und Kunden, die Wert auf Handwerk und Herkunft legen, erweitert Zimmerli die Möglichkeiten eines bewussten Kleiderschranks.
Stoffe zeigen ihre Qualitäten am besten, wenn man sie anfasst. Kommt in unsere Boutique in der Spiegelgasse 2, spürt die Unterschiede der Materialien und lasst euch beraten. Wer mag, kann vorab online stöbern und Favoriten reservieren. Unsere Mitarbeiterinnen nehmen sich Zeit und helfen bei Passform, Materialwahl und Pflegefragen.
Alles Liebe
Stefanie & Kathrin
und das ITTNER Team
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